In einer vertikalen musikalischen und akustischen Bewegung entdecken der Komponist Heinrich Hartl und die Künstlerin Birgit Ramsauer Klangräume der Stadt Nürnberg neu. Der blinde Komponist Heinrich Hartl sucht in seiner Heimatstadt Nürnberg die Orte mit mir auf, die für ihn als Komponist eine herausragende Bedeutung haben. In einem Zusammenklang mit Räumen hat er für jeden Raum einen musikalisch-akustischen spezifischen Ausdruck gefunden. Aus den Tiefen der unterirdische Gewölbe am alten Kanal, zum Kunstbunker zur Instrumentensammlung des Germanischen Nationalmuseums steigen sie auf bis zur Spitze der Lorenzkirche.
Anläßlich des 40-jährigen Schuljubiläums der Veit-Stoß-Realschule komponierte Heinrich Hartl das Musical »Veit«.
Das Libretto schrieb Gabriele Küffner. Aufführende waren 180 Schülerinnen und Schüler und 35 Lehrkräfte der Schule.
Laudatio anläßlich der Preisverleihung
Heinrich Hartl ist ein Komponist unserer Zeit, inmitten unserer Zeit. Seine Kompositionen sind Reflexionen der Zeit, unserer Zeit, unseres Jahrhunderts.
Mittels seiner Musik Licht ins Dunkel zu bringen, in das Dunkel der Geschichte ebenso wie in das Dunkel der Fantasie ist ihm zentrales Anliegen.
Stets hat seine Musik etwas zu sagen mehr noch etwas zu fragen.
»Musik wohin, in unserer Zeit?« wenn es nach Heinrich Hartl geht, ins Reich der Fantasie, der Illusion, der Poesie, der Stille.
Stille, Nachdenklichkeit ohne etwas zu verschweigen.


Fotografie: Herbert Liedel

Fotografie: Rudi Ott
